Wofür ich stehe:

Mit meiner Herkunft, meinem bisherigen Lebensweg und meiner politischen Grundüberzeugung stehe ich für eine kraftvolle SPD, die sich glaubwürdig für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzt.

Im Einsatz für Stadt und Land

Was in der Stadt meistens selbstverständlich ist, fehlt nicht selten in den ländlichen Gebieten: ein Ausbau der Breitband- und Handynetze, ein regelmäßiger Öffentlicher Personennahverkehr und eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Dies sind die Themen, die mir für die Menschen in ganz Sachsen-Anhalt besonders am Herzen liegen. Hierfür werde ich an der Seite der Betroffenen kämpfen.

Soziale Transformation

Wir erleben, wie durch die Transformation unserer Arbeits- und Wirtschaftsweise vieles auf den Kopf gestellt wird. Wir werden erleben, dass Arbeitsplätze verschwinden – die Menschen aber bleiben. Für neue Branchen müssen wir den schnellen Einstieg in Tarifverträge und betriebliche Mitbestimmung schaffen. Neben der fairen Entlohnung muss jede Arbeiterin und jeder Arbeiter die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln und weiterzubilden. Neue Jobs werden neue Fahrwege zur Arbeit mit sich bringen. Hier brauchen wir bezahlbare und nachhaltige Mobilitätskonzepte!

Chancengerechtigkeit

Ganz egal, welches Geschlecht, welche Hautfarbe, welche familiären und kulturellen Bedingungen, welche Religion, welche sexuelle Orientierung und/oder ob eine Beeinträchtigung/Behinderung Teil eines Menschen sind, sollte jede/r die Möglichkeit haben, ihr/sein Leben bestmöglich nach ihren/seinen Wünschen zu gestalten. Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass für jede/n die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit jede/r das bekommen kann, was sie/er benötigt. Die Umsetzung von Gerechtigkeit müssen wir staatlich unterstützen.

Starke Betriebsräte

Wir brauchen deutlich mehr Betriebsräte in unseren Betrieben. Hierzu benötigen wir mehr Aufklärung der Beschäftigten, durch bessere Zugangsrechte von Gewerkschaften zu den Betrieben, durch Thematisierung in der Schule und durch eine Aufklärungskampagne. Des Weiteren müssen Betriebsratswahlen erleichtert werden, insbesondere brauchen wir hier eine klare Regelung bei Betriebsspaltung und zu befristeten Beschäftigten. Eine Verbesserung von Rechten und Möglichkeiten hinsichtlich der Weiterbildung und Beratung von Betriebsräten werden benötigt, um diese stärken zu können.

Gerechte öffentliche Auftragsvergabe

Unternehmen, die ihre Beschäftigten nach einem Tarifvertrag bezahlen, dürfen nicht benachteiligt werden. Wir sollten keine Unternehmen mit Steuergeldern unterstützen, die betriebliche Mitbestimmung verhindern. Die öffentliche Hand als einer der größten Auftraggebenden hat hier eine besondere Verantwortung, der sie endlich gerecht werden muss. Wir brauchen ein bundesweites Vergabegesetz, welches sich klar zu Tariflöhnen bekennt.

Gute Arbeit

Ein Vollzeitjob muss zum Leben reichen, deshalb brauchen wir einen deutlich höheren Mindestlohn. Wir brauchen eine strikte Begrenzung der Leiharbeit und von Werkverträgen! Sachgrundlos befristete Arbeitsverträge darf es nicht mehr geben. Auch brauchen wir ein klar geregeltes Rückkehrrecht aus der Teilzeit. Vor allem aber brauchen wir gut bezahlte Arbeit, daher müssen wir uns für eine bessere Tarifbindung stark machen.

Rente, die zum Leben reicht und erreichbar ist

Besonders ostdeutsche Frauen können von ihrer Rente oft nicht leben. Dieses Problem wird sich in den nächsten Jahrgängen verschärfen. Mit der „Respektrente“ sind wir zwar auf einem guten Weg, sie reicht aber in Ostdeutschland längst nicht aus. Weiterhin gibt es eine Reihe von Jobs, in denen man nicht bis zum 67. Lebensjahr arbeiten kann. Darüber hinaus haben wir eine junge Generation, die nicht mehr daran glauben kann, dass sie jemals eine Rente bekommen wird. Das müssen wir ändern!

Schluss mit der Privatisierung öffentlicher Daseinsvorsorge

Weder hat die Privatisierung der Bahn einen neuen Zug auf die Schiene gebracht, noch haben die Privatisierungen im Gesundheitsbereich irgendeinem Patienten zu einer besseren Versorgung verhelfen können. Auch die erwarteten Kosteneinsparungen für die öffentliche Hand sind oftmals ausgeblieben. Es gibt viele Kommunen, wie Magdeburg, die bereits begonnen haben, diesen Prozess rückgängig zu machen. Hier sei das Beispiel der „Kita GmbH“ genannt. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Rekommunalisierung der Stromnetze. Es ist an der Zeit, dass die Gewinne aus der Bewirtschaftung dieser Netzinfrastruktur nicht mehr an anonyme Konzerne fließen, sondern in die Kommunen vor Ort. Eine starke Gesellschaft braucht einen starken Staat.

Einführung einer paritätischen Bürgerversicherung inklusive Pflegeversicherung

Alle bisher gesetzlich Versicherten sollten automatisch in die Bürgerversicherung wechseln. Eine Kranken- und Pflegeversicherung für alle Versicherten, mit gleichen Beiträgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, sollte unterstützt werden. Die Versicherungsbeiträge sollen auch auf Kapitaleinkünfte und Aktiengewinne erhoben werden. Für Ärzte soll eine einheitliche Honorarordnung gelten. Zudem müssen Zuzahlungen für Arzneimittel sowie andere Selbstbeteiligungen abgeschafft werden.